Sportlich war die SG Oppershofen in dieser Saison noch ungeschlagen. Nach einer starken Leistung gegen Bad Nauheim sollte sich das auch unter der Woche fortsetzen. Das Vorhaben ging letztlich allerdings ordentlich daneben. Zu allem Überfluss, verlor man aber nicht nur das Spiel.
Die Voraussetzungen, die gezeigte Leistung aus dem Topspiel des vergangenen Wochenendes zu bestätigen, waren gut. Nahezu in Bestbesetzung konnte die SGO am frühen Donnerstagabend zum SVP Fauerbach reisen. Lediglich auf Stammkeeper Marcel Hebich musste Trainer Jürgen Bellersheim verzichten, hatte jedoch mit Markus Kalkbrenner eine verlässliche Alternative parat. Bereits beim Heimsieg gegen Wölfersheim am zweiten Spieltag hielt der Oppershofener Legendentorwart seinen Kasten sauber. Auch Eric Meyer kehrte in den Kader zurück.
Die SGO war gewillt, dort weiterzumachen, wo sie am Sonntag aufgehört hatte. Über weite Strecken der ersten Halbzeit hatte man das Spiel im Griff. Obwohl sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der Gastgeber abspielte, blieben klare Chancen jedoch Mangelware. Im letzten Drittel fehlte die nötige Konsequenz und vor allem Effizienz. Nach 32 Minuten sah man sich plötzlich sogar im Hintertreffen, als der SVP, der sich nach und nach ins Spiel kämpfte den Führungstreffer erzielte. Als sich alles schon gedanklich auf die Pausenansprache der Trainer einstellte, verdoppelten die Hausherren in der Nachspielzeit des ersten Abschnitt sogar ihre Führung, sodass beim Stand von 0:2 aus SGO-Sicht die Seiten getauscht wurden. „Es war anfangs das erwartet schwere Spiel gegen einen tiefstehenden und körperlich präsenten Gegner. Dennoch hatten wir insbesondere in den ersten 20 Minuten viele gute Kombinationen, Ecken und Möglichkeiten, bei denen wir einfach nicht effizient genug waren. Diese Effizienz hat uns der Gegner dann vorgemacht und mit den nahezu einzigen Chancen der ersten Halbzeit zwei Treffer erzielt“, fasste Mannschaftskapitän Leon Demann die erste Hälfte zusammen.
Auch, wenn sich die Jungs vom Gänsberg für den zweiten Durchgang nochmal einiges vornahmen, waren es nun die Philippsecker, die, beflügelt durch die Führung, das Kommando mehr und mehr übernahmen. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war der dritte Fauerbacher Treffer quasi schon gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. Bis zum Ende sollte der SGO selbst der Ehrentreffer nicht mehr gelingen. Stattdessen fing man sich acht Minuten vor dem Ende sogar noch den vierten Gegentreffer ein. „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr viel auf die Beine gestellt bekommen. Fauerbach konnte die offenen Räume nutzen, sodass es dann am Ende auch ein verdienter Sieg war“, erkannte der Capitano nach Spielschluss an.
Viel schwerer als das verlorene Spiel wiegt allerdings der Verlust von Mittelfeldregisseur Gernot Matz, der in der Schlussphase mit Verdacht auf eine ernstere Verletzung ausgewechselt werden musste. Wir wünschen an dieser Stelle eine gute, vor allem schnelle und vollständige Genesung und drücken die Daumen!
Das Wochenende ist auf Grund des auf Oppershofener Wunsch vorverlegten Spiels nun frei. Ab der kommenden Woche heißt es nun, neu sammeln, neu Gas geben und neu Anlauf nehmen.

Bild: SGO
