Es war kein rauschender Fußballabend auf dem Oppershofener Gänsberg und auch nichts für Feinschmecker. Spannend war es dennoch bis zum Schluss. Auch, weil die fast beschäftigungslosen Torhüter in den beiden entscheidenden Momenten zur Stelle waren. So stand am Ende ein gerechtes Remis.
Wie erwartet musste SGO-Trainer Jürgen Bellersheim im Heimspiel gegen die FSG Münzenberg auf seine beiden besten Torschützen Nick Bayer und Eric Meyer verzichten. Da auch Fynn Schnitzler nicht zur Verfügung stand, fehlte das komplette Offensivtrio, das im bisherigen Saisonverlauf für die Hälfte aller Oppershofener Treffer verantwortlich war (zusammen 13 von 26 Tore). Auch Torwart Kevin Funk fehlte im Aufgebot. Dafür bissen die angeschlagenen Mike Schmidt und Lukas Lottig auf die Zähne und stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Außerdem konnte auch Paulo Pillekamp wieder mitwirken.

Der Verlauf der 90 Minuten ist im Grunde schnell erzählt: Beide Teams starteten verhalten und waren vor allem um eine stabile Defensive bemüht. Der Gast aus Münzenberg kam zu einem ersten Abschluss, der letztlich jedoch keine Gefahr für das von Marcel Hebich gehütete SGO-Tor darstellte. Eine große Möglichkeit bot sich einem völlig freistehenden Angreifer der Besucher, der Ball jedoch nicht mit dem Kopf traf und das Leder daher in Richtung Eckfahne bugsierte. Für den Rest des ersten Abschnitts, in dem die Spielgemeinschaft aus Gambach und Ober-Hörgern leichte Feldvorteile hatte, blieben beide Torhüter ohne ernsthafte Prüfung. Beide Mannschaften versuchten überwiegend mit langen Bällen zu Chancen zu kommen, schafften es jedoch nicht sich gegen die jeweils aufmerksam operierenden Abwehrreihen durchzusetzen. So blieb es torlos bis zum Seitenwechsel.

Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen, allerdings weiterhin ohne Höhepunkte – mit einer Ausnahme: Capitano Leon Demann, der diese gesamte Partie über vorbildlich ackerte, setzte sich im Mittelfeld durch und spielte den Ball mit der Pike in den Lauf des durchstartenden Lukas Lottig. Oppershofens Nr. 8 war im vollen Lauf von keinem Gegner mehr einzuholen und fand sich allein vor dem Gästekeeper. Seinen etwas zu unplatzierten Abschluss entschärfte der Münzenberger Keeper jedoch und hielt damit zunächst das Unentschieden fest.

Als auf beiden Seiten die Kräfte zusehends nachließen, wurde das Spiel offener. Die sich bietenden Räume in der Offensive vermochten beide Mannschaften jedoch nicht zu nutzen. Einen Aufreger hatte die Partie aber doch noch zu bieten: In der Nachspielzeit gelang den Gästen fast noch der Lucky Punch, dem nur Marcel Hebich im Wege stand. Im Anschluss an einen Einwurf ging die Ordnung in der Oppershofener Hintermannschaft kurzzeitig verloren. Die FSG kam nochmals zu einer Flanke und einem völlig freien Kopfball aus sieben Metern. Mit einer spektakulären Glanzparade lenkte Marcel Hebich den Ball über die Latte. Die beiden folgenden Eckstöße in der Nachspielzeit der Nachspielzeit verpufften, sodass es am Ende eines Spiels, in dem keine Mannschaft es verdient hatte zu verlieren, bei einem gerechten 0:0 blieb.

Für die SGO war es angesichts der personellen Situation sicherlich ein Punkt der Moral, den man dem ungeschlagenen Spitzenreiter abknöpfen konnte. Die Einstellung stimmte im Team, sodass man nach vier Siegen im fünften Spiel zumindest weiterhin ohne Niederlage blieb.

Weiter geht es am Sonntag mit der nächsten hohen Hürde, wenn man in Schwalheim antreten muss (15:00 Uhr).
Bilder: SG Oppershofen
