In Unterzahl chancenlos

Mit einer herben Niederlage kehrte die SG Oppershofen am Donnerstagabend aus Gambach zurück. Dabei schien das Spiel zunächst einen ähnlichen Verlauf wie das Hinspiel zu nehmen. Dann stellte nach 20 Minuten eine spielentscheidende Szene, über deren Bewertung man sich im Lager der Hausherren ärgerte, jedoch die Weichen für den klaren Ausgang.

Auf personeller Ebene gibt es derzeit für Jürgen Bellersheim keine positiven Veränderungen zu verzeichnen. Im Vergleich zum letzten Spiel kam am Donnerstagabend noch Mike Schmidt als weiterer Ausfall hinzu. Dementsprechend musste der Oppershofener Übungsleiter sogar selbst von Beginn an ran.

Die Partie schien zunächst einen ähnlichen Verlauf zu nehmen, wie das chancenarme Hinspiel. In den ersten gut 20 Minuten gab es keine nennenswerten Abschlüsse zu verzeichnen. Dann war es Nick Bayer, der sich gegen zwei Gegner im Strafraum gut durchsetzte, im letzten Moment aber noch geblockt wurde. Der folgende Eckstoß sollte dann jedoch der Ausgangspunkt für die heißdiskutierte und spielentscheidende Szene des Abends werden. Nachdem die Hausherren den Eckball abfangen konnten, nutzten diese die mangelhafte Absicherung der Gäste, schalteten um und starteten den Konter. Einen Kontakt suchend, ging der Angreifer der Gastgeber im Laufduell mit Omid Mirzayi kurz vor dem Oppershofener Strafraum äußerst leicht zu Boden, nachdem er sich den Ball unerreichbar vorgelegt hatte. Der Schiedsrichter wertete die Aktion aus der Ferne als Notbremse und zeigte Oppershofens Nr. 10 die rote Karte. Eine Bewertung, die man im blau-weißen Lager nicht teilte. Die Reaktion des zu Boden gegangenen Angreifers nach Pfiff und roter Karte belegte wohl eher die Ansicht der Gäste.

Das bis dato fairste Team der Liga (nur zwölf gelbe Karten in zwölf Spielen) musste fortan in Unterzahl agieren. Keine zwei Minuten nach dem Platzverweis ging die FSG durch einen Flachschuss, der unter Kevin Funk hindurchrutschte und ins Tor trudelte, mit 1:0 in Führung. Durch einen Doppelschlag zwischen der 28. und 32. Minute war die Partie praktisch schon entschieden. Mit dem Pausenpfiff erhöhten die Gastgeber gar auf 0:4 aus Oppershofener Sicht.

Für die personell ohnehin schon gebeutelte SGO ging es in Unterzahl in Durchgang zwei damit lediglich noch um Schadensbegrenzung. Doch auch das sollte nicht richtig funktionieren. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff kassierte man den fünften Gegentreffer. 20 Minuten vor Schluss machte die Spielgemeinschaft das halbe Dutzend voll. Besonders bitter wurde es dann in den Schlussminuten, als die Hausherren noch drei weitere Treffer erzielten und das Ergebnis somit in ungeahnte Höhen schraubten.

Die gute Nachricht ist vielleicht, dass der SGO nicht viel Zeit zum Verschnaufen und Ärgern bleibt. Bereits am Sonntag geht es mit der nächsten schwierigen Aufgabe im Verfolgerduell gegen den SVP Fauerbach weiter. Noch mehr als die Niederlage schmerzt allerdings, dass durch die strittige rote Karte nun ein weiterer Spieler in den nächsten Spielen nicht zur Verfügung stehen wird.

Bild: SG Oppershofen