Ein Duell auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheiden könnte, war erwartet worden – und genau diese enge Partie sollte es werden. Am Ende waren Kleinigkeiten ausschlaggebend und der Ausgang so, wie man es sich bei den Hausherren gewünscht hatte.
Nur ein Platz und ein Zähler trennten die Zweite Mannschaft der SG Oppershofen mit ihrer Spielgemeinschaft mit der FSG Wisselsheim vor dem Spiel vom samstäglichen Gegner FC Ajax Rödgen. Erstmals in dieser Saison konnte Jürgen Bellersheim seinen etatmäßigen Spielführer Sebastian Graubert aufbieten, der von Beginn an auflief und die Binde von Alexander Schütz übernommen hatte. „Endlich startet auch für mich die Saison“, sagte der Routinier voller Vorfreude.
Das erwartet enge Spiel
Es sollte das enge Spiel werden, das viele im Vorfeld schon erwartet hatten. Engagiert startete die SpG aus einer gut organisierten Defensive heraus ins Spiel. Dementsprechend gelang es das gesamte Spiel über wenig gegnerische Chancen zuzulassen – und das, obwohl Rödgen den bislang zweitbesten Torjäger der Liga in seinen Reihen hat. Wenn doch etwas aufs Tor kam, war auf Torhüter Markus Kalkbrenner Verlass. Zweimal kratze er am Samstag den Ball im letzten Moment noch von der Linie und sollte bis zum Schluss seinen Kasten sauber halten.
Die spielentscheidende Szene ereignete sich gut zehn Minuten vor der Pause. Einen scharf getretenen Eckstoß von Niklas Junker wehrte der Gästeschlussmann gegen den Rücken eines Verteidigers ab, ehe der Ball von dort ins Tor sprang. Nur kurz nach dem Führungstreffer dann die Schrecksekunde: Alexander Schütz wurde durch ein Knie am Kopf getroffen. Am Abend konnte jedoch erste Entwarnung gegeben werden, womit der Oppershofener Vorkämpfer einmal mehr unterstrich, dass ihn so schnell nichts aus der Bahn wirft.
Die SpG, bei der in den Schlussminuten Jürgen Bellersheim mit seiner geballten Erfahrung mitverteidigte, warf alles rein und erkämpfte sich am Ende den dritten Saisonsieg aus fünf Spielen.
„Kämpferisch und läuferisch war es eine gute Leistung.“ – Sebastian Graubert
„Kämpferisch und läuferisch war es eine gute Leistung von uns“, zeigte sich Kapitän Sebastian Graubert bei seiner Rückkehr zufrieden und stolz auf sein Team. „Wir haben heute hinten wenig zugelassen. Wenn doch, war Markus immer zur Stelle.“ Für die nächsten Partien wünscht sich der Spielführer allerdings noch mehr Durchschlagskraft in vorderster Front: „Offensiv sollten wir unsere Chancen noch besser verwerten, um nicht bis zum Schluss zittern zu müssen.“
Durch den Sieg liegt die SpG nach fünf Spielen mit zehn Punkten und einem Torverhältnis von 10:5 auf Rang drei. Grund genug für den Kapitän, seinen Mannschaftskollegen ein großes Lob auszusprechen: „Zehn Punkte, dritter Platz und die bislang zweitbeste Defensive. Wer hätte das nach der letzten Saison gedacht? Großes Lob an die Mannschaft! So darf es gerne weitergehen.“

Bild: SGO
